Update zum Stand der Flüchtlingshilfe-Ka-Li.

Hallo liebe interessierte Ehrenamtliche,

Gestern am Mittwoch, den 25.03.15 hat ein Gespräch mit Vertretern der Stadt (Herr Evers und Herr Kopitzki) dem Internationalen Bund (Frau Reinardt) und der Flüchtlingshilfe-Ka-Li (Herr van Straelen und Herr Klotz) stattgefunden. Nach netter Begrüßung wurden wir von der Stadt über die zukünftige Planung und den Zeitplan zur Fertigstellung des Büros für den Internationalen Bund aufgeklärt. Als Raum steht ein Ladenlokal links unten im Rathausgebäude zur Verfügung. Die Renovierung ist soweit abgeschlossen. Die noch fehlenden Möbel für das Büro sollen bis Ende dieses Monats geliefert werden und dann unter anderem von den Flüchtlingen selbst aufgebaut werden. Wir haben dazu unsere Hilfe angeboten um dabei auch erste Kontakte zu den Flüchtlingen selbst herzustellen und uns und unsere Projekte vorzustellen. Wann dies genau stattfinden soll, wird noch bekannt gegeben.

Die offizielle Eröffnung des IB-Büros soll am Montag den 13.04.2015 um 16:00 Uhr stattfinden. Zum Schutz der Privatsphäre der Flüchtlinge wurde ein Pressetermin für Fotos etc. um 15:00 Uhr desselben Tages angesetzt. Das Büro ist und bleibt das Büro des IB und wird auch durch diesen besetzt. Zudem sucht die Stadt Kamp-Lintfort momentan nach einer hauptamtlichen Halbtagskraft die dort aktive Flüchtlingsarbeit betreiben soll und uns als Ansprechpartner zur Koordination der Hilfen zur Verfügung steht. Der Flüchtlingshilfe-Ka-Li wurde auch angeboten diesen Raum für eigene Aktivitäten in Absprache mit der neuen Mitarbeiterin nutzen zu können. Leider wird es keine Beschriftung geben die das Büro als Sitz der verschiedenen Beteiligten an der Flüchtlingshilfe in Kamp-Lintfort kenntlich macht. Wir bedauern dies sehr und können die Begründung der Möglichkeit des dann entstehenden Sozialneids auch nicht nachvollziehen.

Wir haben dann versucht die Bedarfe der Flüchtlinge zu erfragen, uns wurde an erster Stelle Sprachförderung und Übersetzungshilfe genannt. Grade eine intensive Förderung im Bereich der Alphabetisierung (wenn z.B. nur die arabisch Schrift beherrscht wird) in Kleinstgruppen oder Einzelförderung wurde erwähnt. Außerdem wurde eine Begleitung zu z.B. Sportvereinen o.a. Freizeitaktivitäten auch Einkaufshilfe und private Einladungen von Flüchtlingen angesprochen. Die Begleitung zu Ämtern, Ärzten und auch das Stellen von BuT(Bildung und Teilhabe) Anträgen sollen ausschließlich Aufgaben der Stadt/IB bleiben. Die freiwilligen Helfer sollen hier nur eine Wegbegleitung oder Fahrdienst zu div. Ämtern und Behörden organisieren. Kosten die z.B. durch Begleitung entstehen werden, wie uns zugesagt wurde, ausgeglichen.

Den städt. Vertretern war es besonders wichtig und wurde oft hervorgehoben, dass es notwendig sei, sehr langsam vorzugehen um die Schaffung von Vertrauen auf beiden Seiten zu fördern. Viele der geflohenen Menschen sind traumatisiert und auch nicht jeder passt zu jedem anderen Menschen, so das erst einmal das Kennenlernen an erster Stelle stehen muss. Ein Weg dies umzusetzen müssen wir gemeinsam erarbeiten. Ein zusätzlicher Raum für die Flüchtlingshilfe-Ka-Li, der dann z.B. als freier Treffpunkt (Integrationscafe, Internetcafe für Flüchtlinge…) dienen könnte, wurde zwar angesprochen ist aber leider noch nicht in konkreter Planung.

Wie geht es weiter?

Ich würde gerne in naher Zukunft noch ein Treffen organisieren bei dem wir über das weitere Vorgehen diskutieren und Arbeitsgruppen für die konkrete Planung der Angebote der ehrenamtlichen Arbeit bilden könnten.

Außerdem habe ich einen Infostand auf dem am 18. und 19 .April stattfindenden Straßenfest der Werbegemeinschaft Kamp-Lintfort angemeldet. Dort möchten meine Frau, ich und jeder der mitmachen möchte den Verein Flüchtlingshilfe-Ka-Li vorstellen, noch zu erstellende Flyer zum Thema Flüchtlinge verteilen und mit Kinder Button zum Anstecken bemalen und herstellen.

Über Hilfe und Unterstützung vor und bei der Aktion würden wir uns sehr freuen. Details zu der Aktion folgen im Forum.

Noch eine Bemerkung in eigener Sache, Herr Evers (Leiter des Sozialamtes) hat bei dem Gespräch gestern erwähnt, das sich Personen beim Thema Flüchtlingshilfe in den Vordergrund drängen und damit schon Menschen abgeschreckt wurden sich weiter in dem Thema zu engagieren. Sollte dies tatsächlich zutreffen würde ich das sehr bedauern und bitten mich darauf anzusprechen, damit Probleme diskutiert und ausgeräumt werden können. Ich möchte hier ausdrücklich feststellen das mir das Thema Flüchtlinge persönlich zwar sehr am Herzen liegt, ich viel Zeit und Herzblut in die Sache investiere, mich aber keineswegs in den Vordergrund stellen möchte und nach Meinungen, Diskussion und Hilfe geschrien habe (siehe meine Beiträge im Forum und E-Mails). Sollte irgendjemand mit der Vorgehensweise nicht einverstanden sein, kann das natürlich diskutiert und Unstimmigkeiten ausgeräumt werden. Mir liegen in erster Linie die Flüchtlinge am Herzen die von unserer Arbeit profitieren sollen.

 

Liebe Grüße

Rainer Klotz

Helmut van Straelen