Sozialberatung am Flüchtlingsheim

Ab dem 29.05.15 wollen wir vierzehntägig freitags von 16:00 – 18:00 Uhr eine Sozialberatung vor dem Flüchtlingsheim anbieten. Inhalte der Beratung reichen von Wohnungssuche über Übersetzungen von Schriftstücken bis zur Hilfe beim Ausfüllen von Unterlagen. Natürlich stehen wir auch für alle allgemeinen Fragen zur Verfügung und versuchen Hilfestellung zu geben. Zum Beispiel suchen wir zur Zeit eine Wohnung in Kamp – Lintfort für eine 7 köpfige Familie (5 Kinder). Es kann bis zu einer Kaltmiete von 854 € zuzüglich Heizung übernommen werden.

Bake the world a better place – Kamp-Lintfort

IMG-20150515-WA0002[1] Die Flüchtlingshilfe Ka-li und engagierte Personen luden am Samstag, den 16.05.15 zur Aktion „Bake the world a better place“ vor dem Flüchtlingsheim in Kamp-Lintfort ein.

Unterstützt wurde die Flüchtlingshilfe Ka-Li von der Freiwilligen Feuerwehr, die Tische und Bänke für den Tag zur Verfügung stellten. Ebenfalls konnte Outdoor-Spielzeug aus dem blauen Kuni geliehen werden. St Josef sorgte für frischen Kaffee sowie der Verein Mosaik eine große Kuchenspende organisierte. Hinzu kamen zahlreiche Einzelpersonen die mit Kuchen, Kaffee und Teespenden zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.

IMG-20150517-WA0001[1]Trotz des schlechten Wetters haben ca. 50 Personen an der Veranstaltung teilgenommen. Erste Kontakte zu den Geflüchteten wurden geknüpft und interessante Gespräche geführt. Laura Otto war überrascht mit welcher Offenheit die Flüchtlinge über ihrer Ängste, Sorgen und Erlebnisse berichteten.

Alle Anwesenden waren sich einig. Diese Aktion muss wiederholt werden. Auch Rainer Klotz Vorsitzender des Vereins Integration. Flüchtlinge. Kamp-Lintfort. e.V. zieht positive Bilanz: „ Es war ein rundum gelungene Aktion. Wir wollen weiterhin Flüchtlingen zuhören und in ungezwungener Form begegnen, da es wichtig ist verfolgte Menschen hier in Deutschland willkommen zu heißen.“

Presseberichte “Gedenken an die Toten der EU-Außengrenzen”

Auch die Presse fand einige nette Worte über die Veranstaltung.
Artikel “Der Westen
Leider sind es mehr als tausend Flüchtlinge die am Wochenende 18.04-19.04 ihr Leben verloren.

Artikel “Rheinisch Post
Die Aktion am 16.05 vor dem Flüchtlingsheim heißt “Bake the world a better place” und das Integrationscafe ist bis jetzt nur eine Idee die wir hoffen zu verwirklichen.
Aber sonst zwei schöner Artikel.

 

Gedenken an die Toten der EU-Außengrenzen

 

WP_20150425_004Am Samstag den 25.04 hatte der Verein “Integration Flüchtlinge Kamp-Lintfort” kurzfristig zu einer Mahnwache auf dem Rathausplatz aufgerufen. Im Gedenken an die am letzten Wochenende ertrunkenen Flüchtlinge trafen sich ca. 15 Personen zu einer Schweigeminute.  Die Veranstaltung wurde von Rainer Klotz mit folgendem Redebeitrag eröffnet.


Am vergangenen Wochenende sind im Mittelmeer mehr als tausend Menschen ertrunken. Ich finde es erschrecken, dass an einem Wochenende im Mittelmeer mehr Flüchtlinge gestorben sind als in 27 Jahren an der innerdeutsch Grenze. Dies ist meiner Meinung nach eine menschliche und auch eine gesellschaftliche Katastrophe. Die im Vergleich reichen Europäischen Staaten weigern sich Verantwortung, für die um ihr Leben fürchtenden Menschen, zu übernehmen und sie bei der Flucht aus den Kriegsgebieten zu unterstützen. Ich denke nicht, dass zum Beispiel das Zerstören der Schlepperschiffe der richtige Weg ist die verbrecherischen Machenschaften der Menschenschieber zu verhindern. Ich bin eher der Meinung, dass sichere Fluchtwege, in welcher Form auch immer, geschaffen werden müssen um den fliehenden Menschen die Möglichkeit zu geben ihr Leben in Sicherheit zu bringen. Nur so sind die flüchtenden nicht mehr auf Schlepperbanden angewiesen, die sich an dem Leid anderer bereichern und sie zu dem auf völlig überladenen Booten zusätzlich in Gefahr bringen. Auch kann die Küstenwache der Ägäis Staaten, die zumeist von den Schleppern angesteuert werden, nicht alleine von den betroffenen Staaten finanziert werden. Hier sind alle europäischen Staaten gefragt sich an den Maßnahmen zur Rettung der flüchtenden Menschen zu beteiligen. Auch bedarf es meiner Meinung nach einer europaweit geltenden gerechten Regelung zur Verteilung der Flüchtlinge auf die Europäischen Staaten wie den hier in Deutschland geltenden „Königssteiner Schlüssel“.

 Daher kann die Forderung an die Verantwortlichen nur sein

  1. Schaffung sicherer Fluchtwege
  2. Beteiligung an den Maßnahmen zur Rettung der in Seenot geratenen Flüchtlinge
  3. Und eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf alle Europäischen Staaten.

Dies sind, denke ich, Themen die auf politischem Wege angegangen werden müssen. In Zukunft sind noch andere Aktionen nötig um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Nun möchte ich aber jedem noch Gelegenheit bieten seinen Gedanken und auch seiner Betroffenheit über die jüngsten Geschehnisse Ausdruck zu verleihen und gebe das Wort nun weiter.


Ein Herr aus dem Publikum äußerte sich über die Notwendigkeit, das Hilfe für die Flüchtlinge schon in den Herkunftsländern beginnen sollte. Bzw. die Bevölkerung dort so zu unterstützen ist, dass eine Flucht erst gar nicht notwendig wird.

Es folgte eine Minute des Schweigens im Gedenken an die über tausend Toten des vergangenen Wochenendes und das schließen der Versammlung.

Trotz der sehr kurzen Vorbereitungszeit freue ich mich, dass sich einige Menschen an der Veranstaltung beteiligt haben. Ich möchte hier auch noch einmal auf die nächste Aktion der Flüchtlingshilfe Ka-Li hinweisen.

“Bake the world a better place”
am 16.05.15 an Flüchtlingsheim in Kamp-Lintfort weiter Details entnehmen sie bitte der Terminankündigung.

Der Verein “Integration Flüchtlinge Kamp-Lintfort” bedankt sich bei allen Beteiligten.

Der Verein ist nun gegründet

Der Verein mit offiziellem Namen “Integration Flüchtlinge Kamp-Lintfort” ist nun in der letzten Phase der Gründung. Die Satzung steht und ist von 7 Gründern unterschrieben und beim Notar eingereicht. Ich hoffe, dass wir mit dem Verein einen guten Ramen für die Flüchtlingsarbeit in Kamp-Lintfort geschaffen haben der uns die Möglichkeit bietet viel Gutes für die Menschen die unser aller Hilfe bedürfen zu erreichen. Gestern am 08. April hat in der Gaststätte “Altes Kasino” das erste Plenum der Flüchtlingshilfe-Ka-Li stattgefunden. Wir haben dort über die nächste Aktion des Vereins gesprochen welches der Infostand auf dem Frühlings-Straßenfest am 18 und 19 April sein wird. Nächstes Plenum am 15 April  um 19:00 Uhr wieder in der Gaststätte “altes Kasino”. Dort ist jeder willkommen der der sich an der Flüchtlingshilfe-Ka-Li in welcher Weise auch immer beteiligen möchte. Es gibt noch viel zu tun und gute Ideen und aktive Unterstützung können wir immer gebrauchen.

Update zum Stand der Flüchtlingshilfe-Ka-Li.

Hallo liebe interessierte Ehrenamtliche,

Gestern am Mittwoch, den 25.03.15 hat ein Gespräch mit Vertretern der Stadt (Herr Evers und Herr Kopitzki) dem Internationalen Bund (Frau Reinardt) und der Flüchtlingshilfe-Ka-Li (Herr van Straelen und Herr Klotz) stattgefunden. Nach netter Begrüßung wurden wir von der Stadt über die zukünftige Planung und den Zeitplan zur Fertigstellung des Büros für den Internationalen Bund aufgeklärt. Als Raum steht ein Ladenlokal links unten im Rathausgebäude zur Verfügung. Die Renovierung ist soweit abgeschlossen. Die noch fehlenden Möbel für das Büro sollen bis Ende dieses Monats geliefert werden und dann unter anderem von den Flüchtlingen selbst aufgebaut werden. Wir haben dazu unsere Hilfe angeboten um dabei auch erste Kontakte zu den Flüchtlingen selbst herzustellen und uns und unsere Projekte vorzustellen. Wann dies genau stattfinden soll, wird noch bekannt gegeben.

Die offizielle Eröffnung des IB-Büros soll am Montag den 13.04.2015 um 16:00 Uhr stattfinden. Zum Schutz der Privatsphäre der Flüchtlinge wurde ein Pressetermin für Fotos etc. um 15:00 Uhr desselben Tages angesetzt. Das Büro ist und bleibt das Büro des IB und wird auch durch diesen besetzt. Zudem sucht die Stadt Kamp-Lintfort momentan nach einer hauptamtlichen Halbtagskraft die dort aktive Flüchtlingsarbeit betreiben soll und uns als Ansprechpartner zur Koordination der Hilfen zur Verfügung steht. Der Flüchtlingshilfe-Ka-Li wurde auch angeboten diesen Raum für eigene Aktivitäten in Absprache mit der neuen Mitarbeiterin nutzen zu können. Leider wird es keine Beschriftung geben die das Büro als Sitz der verschiedenen Beteiligten an der Flüchtlingshilfe in Kamp-Lintfort kenntlich macht. Wir bedauern dies sehr und können die Begründung der Möglichkeit des dann entstehenden Sozialneids auch nicht nachvollziehen.

Wir haben dann versucht die Bedarfe der Flüchtlinge zu erfragen, uns wurde an erster Stelle Sprachförderung und Übersetzungshilfe genannt. Grade eine intensive Förderung im Bereich der Alphabetisierung (wenn z.B. nur die arabisch Schrift beherrscht wird) in Kleinstgruppen oder Einzelförderung wurde erwähnt. Außerdem wurde eine Begleitung zu z.B. Sportvereinen o.a. Freizeitaktivitäten auch Einkaufshilfe und private Einladungen von Flüchtlingen angesprochen. Die Begleitung zu Ämtern, Ärzten und auch das Stellen von BuT(Bildung und Teilhabe) Anträgen sollen ausschließlich Aufgaben der Stadt/IB bleiben. Die freiwilligen Helfer sollen hier nur eine Wegbegleitung oder Fahrdienst zu div. Ämtern und Behörden organisieren. Kosten die z.B. durch Begleitung entstehen werden, wie uns zugesagt wurde, ausgeglichen.

Den städt. Vertretern war es besonders wichtig und wurde oft hervorgehoben, dass es notwendig sei, sehr langsam vorzugehen um die Schaffung von Vertrauen auf beiden Seiten zu fördern. Viele der geflohenen Menschen sind traumatisiert und auch nicht jeder passt zu jedem anderen Menschen, so das erst einmal das Kennenlernen an erster Stelle stehen muss. Ein Weg dies umzusetzen müssen wir gemeinsam erarbeiten. Ein zusätzlicher Raum für die Flüchtlingshilfe-Ka-Li, der dann z.B. als freier Treffpunkt (Integrationscafe, Internetcafe für Flüchtlinge…) dienen könnte, wurde zwar angesprochen ist aber leider noch nicht in konkreter Planung.

Wie geht es weiter?

Ich würde gerne in naher Zukunft noch ein Treffen organisieren bei dem wir über das weitere Vorgehen diskutieren und Arbeitsgruppen für die konkrete Planung der Angebote der ehrenamtlichen Arbeit bilden könnten.

Außerdem habe ich einen Infostand auf dem am 18. und 19 .April stattfindenden Straßenfest der Werbegemeinschaft Kamp-Lintfort angemeldet. Dort möchten meine Frau, ich und jeder der mitmachen möchte den Verein Flüchtlingshilfe-Ka-Li vorstellen, noch zu erstellende Flyer zum Thema Flüchtlinge verteilen und mit Kinder Button zum Anstecken bemalen und herstellen.

Über Hilfe und Unterstützung vor und bei der Aktion würden wir uns sehr freuen. Details zu der Aktion folgen im Forum.

Noch eine Bemerkung in eigener Sache, Herr Evers (Leiter des Sozialamtes) hat bei dem Gespräch gestern erwähnt, das sich Personen beim Thema Flüchtlingshilfe in den Vordergrund drängen und damit schon Menschen abgeschreckt wurden sich weiter in dem Thema zu engagieren. Sollte dies tatsächlich zutreffen würde ich das sehr bedauern und bitten mich darauf anzusprechen, damit Probleme diskutiert und ausgeräumt werden können. Ich möchte hier ausdrücklich feststellen das mir das Thema Flüchtlinge persönlich zwar sehr am Herzen liegt, ich viel Zeit und Herzblut in die Sache investiere, mich aber keineswegs in den Vordergrund stellen möchte und nach Meinungen, Diskussion und Hilfe geschrien habe (siehe meine Beiträge im Forum und E-Mails). Sollte irgendjemand mit der Vorgehensweise nicht einverstanden sein, kann das natürlich diskutiert und Unstimmigkeiten ausgeräumt werden. Mir liegen in erster Linie die Flüchtlinge am Herzen die von unserer Arbeit profitieren sollen.

 

Liebe Grüße

Rainer Klotz

Helmut van Straelen

Zusammenarbeit mit der Stadt

Auf der Versammlung für ehrenamtliche am 25.02.15 wurde den Bürgerinnen und Bürgern die sich für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Flüchtlingsbetreuung interessieren die Einrichtung eine Büros zur Koordination der Flüchtligsarbeit  zugesagt. Leider stellt sich inzwischen heraus das dieses Büro dem Internationalen Bund zugeordnet ist. Wie wir mit dieser neuen Situation umgehen muss noch diskutiert werden.